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das Testament

Formen eines Testaments

Ein Testament ist eine einseitige Bestimmung eines Einzelnen, mit der er festlegt wie sein Nachlass zu verteilen ist. Ehepaare und gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften haben das Privileg eines gemeinschaftlichen Testaments. Partnerschaften, die sich in einer Lebensgemeinschaft befinden, können einen Erbvertrag aufsetzen und damit eine ähnliche Wirkung erzielen.

Einzeltestament

Das Einzeltestament ist die gängigste und häufigste Form des Testaments und wird eigenhändig verfasst. Hierbei kann der Erblasser seinen letzten Willen niederlegen, Erben einsetzen und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten weitere Anordnungen treffen. Das Testament muss vollständig persönlich und handschriftlich vom Erblasser selbst verfasst werden. Es besteht keine Möglichkeit sich durch eine andere Person vertreten zu lassen. Es ist wichtig, dass der Wille des Testierers unmissverständlich niedergeschrieben wird, sodass keinerlei Unklarheiten entstehen können. Weitere wichtige Bestandteile sind die eigenhändige Unterschrift des Verfassers, sowie Ort und Datum. Ohne diese Angaben ist ein Testament ungültig. Wenn man ein Testament ändern möchte, empfiehlt es sich, dieses komplett neu zu schreiben. Werden im Nachlass des Verstorbenen mehrere Testamente gefunden, ist das zuletzt verfasste gültig, es entscheidet immer das Verfassungsdatum. Testamente die älter sind, werden immer durch eine neuere Version widerrufen.

Gemeinschaftliches Testament

Bei einem gemeinschaftlichen Testament ist es wichtig, dass dieses von einem der Ehegatten handschriftlich verfasst und von beiden Ehegatten handschriftlich unterzeichnet sein muss. Wenn gegenseitige Verpflichtungen geändert oder widerrufen werden sollen, können diese nur gemeinsam vorgenommen werden. Wenn einer der Ehegatten verstirbt, kann diese gemeinsame Willenserklärung nicht mehr abgeändert werden. Bei einer Scheidung wird das gemeinsam verfasste Testament allerdings ungültig.

Das sogenannte „Berliner Testament" ist das bekannteste gemeinschaftliche Testament. Bei dieser Form eines Testaments setzen sich die Ehegatten gegenseitig zum Alleinerben ein und bestimmen wer nach dem Tod des zuletzt Verstorbenen als Erbe eingesetzt wird. Zumeist sind dies die Kinder der beiden Ehegatten. Diese Vorgehensweise ist üblich, wenn man gewährleisten möchte, dass das gemeinsame Vermögen zunächst an den Überlebenden und erst anschließend an die eigentlichen Erben übergehen soll.

Bei diesen beiden Formen des gemeinschaftlichen Testaments können die Dokumente zu Hause aufbewahrt werden. Es ist aber auch möglich das Testament gegen eine geringe Gebühr beim Amtsgericht zu hinterlegen.

Öffentliches Testament

Bei dieser Art des Testaments kümmert sich der Notar um die richtige Form und beurkundet Ihren letzten Willen. Das Testament wird anschließend beim Nachlassgericht verwahrt und Sie erhalten den dazu gehörenden Hinterlegungsschein. Wenn ein solches notarielles Testament aus der amtlichen Verwahrung genommen wird, gilt dies als Widerruf. Es besteht auch die Möglichkeit es durch ein handschriftliches Testament zu widerrufen.

Erbvertrag

Ein Erbvertrag ist einem Testament gleichzustellen und ist eine Verfügung über den letzten Willen der Verstorbenen. Er wird meist von unverheirateten Lebenspartnern genutzt. Diese können den Erbvertrag allerdings nicht persönlich aufsetzen, er kann nur von einem Notar errichtet werden und beide Vertragspartner müssen anwesend sein. Der Erbvertrag gibt Sicherheit über die Nachlassverteilung nach dem Ableben. Die Vereinbarungen, die zu Lebzeiten getroffen werden, können nicht mehr einseitig gekündigt werden. Wenn Immobilienbesitz, ein Unternehmen oder ähnliches auf eine bestimmte Person übertragen werden soll, ist ein Erbvertrag auch sehr sinnvoll. Auch wenn Sie möchten, dass ein Erbe seine vereinbarten Verpflichtungen einhält, sollten Sie einen solchen Erbvertrag in Betracht ziehen.

Wenn Sie mehr zum Thema Testamentsformen erfahren möchten, wenden Sie sich an einen unserer erfahrenen Fachanwälte für Familienrecht.

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